Heft 1/2000 (Folge133), Seite 20-23

 

Bibel durch Neuschreib verfälscht

Nach Auskunft der Deutschen Bibelgesellschaft ist die neue Lutherbibel zwar grundsätzlich auf die neue Rechtschreibung umgestellt worden, aber bestimmte Textstellen wurden bewußt in der bisherigen Schreibung belassen. Grund für diese Mischschreibung ist der Umstand, daß bei einigen Texten der Sinn durch die Neuschreibung verfälscht wird. Beispiel: „Der Herr wirds wohlmachen” lautet nach der neuen Rechtschreibung „Der Herr wirds wohl machen”. Der „Kurier der christlichen Mitte”, der sich mit dieser Frage befaßt hat, gab in seiner Ausgabe vom November 1999 erfreulicherweise bekannt: „Um Mißverständnisse zu vermeiden und aus grundsätzlichen Erwägungen bleibt der Kurier bei der gewohnten Rechtschreibung!”

Mitgeteilt von Helmut Delbanco

 

 

 

Wo das Handy wirklich herkommt

Für den unbedarften Zeitgenossen scheint zunächst alles ganz einfach zu sein: Das Wort „Handy” ist die englische Bezeichnung für den „Hosentaschenfernsprecher”, wie man an Schreibweise und Aussprache unschwer erkennen kann. Genauer unterrichtete Beobachter wissen es allerdings besser: Die Engländer denken gar nicht daran, ein „Handy” zu benützen. Sie nehmen lieber ein „portable telephone”, „cellular phone” oder „mobile phone”. Wenn sie ein „Handy” in die Hand bzw. in den Mund nehmen, dann meinen sie „handlich” oder „geschickt”. Nunmehr liegt also folgender Schluß nahe: Die fremdwortliebenden Deutschen haben das Wort zweckentfremdet aus dem Englischen übernommen. Aber auch diese Erklärung hält neueren Forschungen nicht stand. Zur Freude und Ehrenrettung der Deutschen kann nunmehr festgestellt werden: Handy ist ein deutsches Wort, genauer gesagt ein schwäbisches! Seine Entstehung dankt es folgendem Satz: „Ja waas - hen die koi Telefonheisle drom rom?” - Noch Fragen?

Hartmut Dick